Gute Zusammenarbeitpdf

Regelmäßig werden die Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungssektor öffentlich diskutiert. Sie finden zum Beispiel Niederschlag in Debatten um Mindestlohnregelungen. Piepenbrock ist es ein wichtiges Anliegen, das Verhältnis zu seinen Arbeitnehmern transparent zu erläutern, um zu zeigen: „Fair geht vor!“

Für mehr Informationen über die Unternehmensbereiche klicken Sie hier:
Bezahlung nur nach Tarif

Die Gebäudereinigungsbranche steht regelmäßig im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung, wenn es um das Thema "faire Bezahlung" geht. Tatsächlich gilt das Arbeitnehmer-Entsendegesetz seit 2007 auch für das Gebäudereiniger-Handwerk. Es gilt ein Mindestlohn für Gebäudereinigungsunternehmen mit ihren rund 550 000 in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmern. Das Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales erklärt tarifliche Arbeitsbedingungen für allgemeinverbindlich, die das Gesetz für verschiedene Branchen wie Pflege, Sicherheitsdienstleistungen und Abfallwirtschaft festlegt.

Öffentliche Auftraggeber gehen mit gutem Beispiel voran und regeln die Tariftreue sowie Mindestentgelte für Auftragsvergaben über das Gesetz zur Tariftreueerklärung. Die auf Länderebene verankerte Erklärung schreibt vor, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die ihren Beschäftigten das festgesetzte Mindestentgelt bezahlen und sich tariftreu verhalten. Das Tariftreue- und Vergabegesetz in Nordrhein-Westfalen geht sogar weiter und fordert Nachweise beispielsweise zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen oder zur Frauenförderung ein.

Diese Tariftreue hält Piepenbrock bundesweit bindend ein und entlohnt seine Beschäftigten nach den Vorgaben des Tarifvertrags für das Gebäudereiniger-Handwerk. Fixkosten setzt das Unternehmen als nicht verhandelbar voraus. Damit setzt sich das Familienunternehmen für die gerechte Bezahlung im Handwerk ein und schützt gleichzeitig seine Kunden vor den unangenehmen Folgen negativer Prüfergebnisse.


Mitarbeiter und Kollektivvereinbarungen

  2010 2011 2012
Deutschland
Anzahl Arbeitnehmer 25 108 26 906 27 071
Anzahl Arbeitnehmer, die von Kollektivvereinbarungen erfasst sind 22 106 23 535 23 008
davon Sicherheitsmitarbeiter 2 230 1 839 1 896
davon Gebäudereiniger 19 876 21 696 20 976
davon Hotel und Gaststätten 0 0 136
Anteil der Arbeitnehmer, die den Tariflohn verdienen
Sicherheitsmitarbeiter 100% 100% 100%
Gebäudereiniger 100% 100% 100%
Anteil der Arbeitnehmer, die über dem Tariflohn verdienen
Sicherheitsmitarbeiter 40% 40% 43%
Gebäudereiniger 15% 15% 15%
Österreich
Anzahl der Arbeitnehmer 185 269 200
Anzahl der Arbeitnehmer, die von Kollektivvereinbarungen erfasst sind 185 269 200


Prüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Grundsätzlich prüft die Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Hauptzollämter, ob Mindestlohnbedingungen eingehalten werden. Stellt die FKS einen Verstoß bei einem Reinigungsunternehmen fest,  untersucht sie, ob der Auftraggeber diesen schon bei der Vergabe hätte erkennen können oder ob sogar vorsätzliches Handeln vorlag. Das Gesetz sieht bei Verstößen eine Geldbuße von bis zu 500 000 Euro vor. Piepenbrock befürwortet die Kontrollen, da einige Unternehmen den Mindestlohn nicht einhalten und somit Lohndumping betreiben. Den Beweis dafür liefert die Prüfstatistik 2012: Insgesamt wurden knapp 29 000 Arbeitnehmer befragt, in 5850 Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Summe der festgesetzten Geldstrafen belief sich abschließend auf mehr als 2,6 Millionen Euro.

Piepenbrock arbeitet sauber
Bei den Schwerpunktkontrollen 2013 schnitt Piepenbrock sehr gut ab. Insgesamt kontrollierte der Zoll 49 Objekte von Piepenbrock im gesamten Bundesgebiet. Im Mittelpunkt der Kontrollen stand die Einhaltung des Arbeitnehmerentsendegesetzes. Neben der Frage, ob die Arbeitgeber den Mindestlohn von 9,00 Euro in den alten Bundesländern und 7,56 Euro in den neuen Ländern eingehalten hatten, überprüfte der Zoll, ob die Arbeitszeitbelege korrekt geführt waren. Auch untersuchte die FKS, inwiefern die Arbeitnehmer ihrer Verpflichtung nachkamen, ihre Ausweispapiere mitzuführen.


Neuer Lohn- und Mindestlohntarifvertrag

Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland flächendeckend ein Lohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde. In der Gebäudereinigung existiert bereits die branchenweit gültige Tarifbindung. In regelmäßigen Abständen verhandeln die Unternehmen und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die tariflich geltenden Löhne. Eine Umsetzung erfolgt jeweils mit ausreichend langen Vorlaufzeiten, die eine Vorbereitung auf Lohnanpassungen ermöglichen. Bereits seit 2011 liegt der tarifvertraglich vereinbarte Stundensatz im Westen über 8,50 Euro – derzeit sogar bei 9,31 Euro. Auch in den neuen Bundesländern werden ab Anfang 2015 8,50 Euro gezahlt.

Bei Piepenbrock wird niemandem aufgrund des eingeführten Mindestlohns gekündigt. Die gesetzliche Regelung ermöglicht eine Übergangszeit, die lang genug ist, um sich auf die neuen Untergrenzen einzustellen. Denn die beschlossenen 8,50 Euro werden ab 2015 zunächst in Branchen gelten, die derzeit nicht durch Mindestlohn-Tarifverträge geregelt sind. Der aktuelle Tarifvertrag in der Gebäudereinigung läuft bis Oktober 2015. Eine Übergangsregelung für allgemeinverbindliche Mindestlohn-Tarifverträge, die das Unterschreiten des dann gesetzlichen Mindestlohns erlaubt, gilt sogar bis Ende 2016.


Befristete Anstellungsverhältnisse

Bei Piepenbrock ist lediglich knapp ein Drittel der Mitarbeiter befristet angestellt. Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Jahr 2013 belegt, dass die Übernahmechancen von befristet Beschäftigten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Im Jahr 2012 wurden 39 Prozent aller befristeten Arbeitsverträge unbefristet verlängert. 2009 hatte die Quote noch bei 30 Prozent gelegen. Ein Beschäftigtenanteil von 28 Prozent verließ das jeweilige Unternehmen am Ende eines befristeten Arbeitsvertrages im Vergleich zu 37 Prozent im Jahr 2009. Befristungen sind laut IAB häufig an Projektmittel und Auftragsdauer gebunden.


Übernahme bei Neuaufträgen

Piepenbrock steht bei Neuaufträgen der Übernahme von bereits im Objekt beschäftigten Arbeitnehmern offen gegenüber. Dies wird in jedem Fall individuell in Abstimmung mit dem Auftraggeber geprüft. Gerade operative Führungskräfte wie Objektleiter, die über einen reichen Erfahrungsschatz am jeweiligen Dienstort verfügen, können für einen gelungenen Auftragsstart und reibungslose Abläufe sorgen. Im Fall einer Mitarbeiterübernahme vom Vordienstleister finden umfassende Einarbeitungsmaßnahmen statt. Führungskräfte werden im Sinne von „Train-the-Trainer“-Seminaren in ihrer Sozialkompetenz geschult.


Teilzeitmodelle

Am gesamten Arbeitsmarkt ergeben sich laut IAB zunehmend flexible Beschäftigungsformen. Dazu zählt die Teilzeitarbeit mit einem Anteil von einem Drittel im Dienstleistungssektor und im produzierenden Gewerbe. Für Piepenbrock stellt die Teilzeitarbeit ein Instrument dar, um den Personalbedarf an die unterschiedlichen Einsatzintervalle bei seinen Kunden anpassen zu können. Denn bundesweit tätige Auftraggeber verfügen über repräsentative Objekte in Großstädten mit hohem Arbeitsaufkommen, allerdings auch über kleine Filialen im ländlichen Raum mit Tätigkeiten von maximal einer Stunde pro Tag.

Um eine Vielzahl an unterschiedlich geprägten Dienstleistungsaufträgen organisieren zu können, entspricht gerade das Teilzeitmodell oft den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen hinsichtlich Flexibilität und Produktivität. Teilzeitkonzepte bieten eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, da sie den Spielraum erhöhen, das private Umfeld zu organisieren. Piepenbrock strebt sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse statt geringfügiger Beschäftigungen mit seinen Mitarbeitern an. Die Sozialversicherungspflicht sorgt im Regelfall für eine zuverlässige Absicherung der Arbeitnehmer.


Löhne in der Sicherheitswirtschaft

Die Sicherheitswirtschaft leistet mit etwa 250 000 Mitarbeitern einen unverzichtbaren Beitrag für die innere Sicherheit Deutschlands. Sie erzielte 2012 auf den Feldern Sicherheitsdienstleistungen und -technik fast zwölf Milliarden Euro Umsatz. Es gilt der jeweils gültige Lohn- und Manteltarifvertrag für die Landesgruppe des entsprechenden Bundeslandes, zu dem sich Piepenbrock als Mitglied des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft e. V. bekennt.

Sicherheitsdienstleistungen unterliegen Paragraph 34a der Gewerbeordnung und müssen zahlreiche behördliche Bestimmungen erfüllen. Ausbildung und Fachkunde spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Piepenbrock Akademie gewährleistet die fach- und regelkonforme Aus- und Fortbildung. Sie ist nach Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert und erfüllt die Qualifizierungsanforderungen der DIN 77200.


Betriebsrat

Der Betriebsrat ist das Sprachrohr der Mitarbeiter. Er stellt den Kontakt zur Geschäftsführung her und vertritt ihr gegenüber die Interessen der Belegschaft. Die geschäftsführenden Gesellschafter schätzen diesen engen Informationsaustausch. Der Betriebsrat stellt nicht nur ein Kontrollorgan dar, sondern auch eine Möglichkeit, Impulse zu setzen und wichtige Themen anzuschieben.


Tarifbindung im Verpackungsmaschinenbau

Das Lohn- und Gehaltsgefüge der Tochterunternehmen LoeschPack und Hastamat ist an den Tarifvertrag der IG Metall angelehnt und gilt für etwa 90 Prozent der Belegschaft. Damit verbunden sind die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie tarifliche Einmalzahlungen und regelmäßige Tariferhöhungen. 10 Prozent der Mitarbeiter sind außer Tarif beschäftigt. Dies trifft auf Führungs- und Vertriebskräfte zu.


Tarifbindung im Verpackungsmaschinenbau

Das Lohn- und Gehaltsgefüge der Tochterunternehmen LoeschPack und Hastamat ist an den Tarifvertrag der IG Metall angelehnt und gilt für etwa 90 Prozent der Belegschaft. Damit verbunden sind die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie tarifliche Einmalzahlungen und regelmäßige Tariferhöhungen. 10 Prozent der Mitarbeiter sind außer Tarif beschäftigt. Dies trifft auf Führungs- und Vertriebskräfte zu.