100 Jahre gelebte Geschichtepdf

Die Meilensteine der 100-jährigen Piepenbrock-Historie gewähren lebendige Einblicke in die bewegte Geschichte des Osnabrücker Familienunternehmens. Dabei warten eine Vielzahl an interessanten, spannenden und wichtigen Begebenheiten auf, die den Verlauf der Geschichte beeinflussten.

1913–1919

1913 August Etgeton gründet in Osnabrück ein "Institut für Gebäudereinigung".
1914–1918 Während des Ersten Weltkrieges hält die Ehefrau des Geschäftsgründers, Elisabeth Etgeton, den Betrieb aufrecht.


Die erste Anzeige aus dem Jahre 1914 beschreibt die Erweiterung des Fensterreinigungsgeschäfts um die Zimmerreinigung.

1920–1929

1920   Das Geschäft wird um die Sparte Leitergerüstbau erweitert.


Das Gerüstmaterial wird mit modernen Wagen transportiert.

1930–1939

1939 – 1945  Im Zweiten Weltkrieg wird das Unternehmen nach schweren Bombenangriffen häufig zu lebensrettenden Katastropheneinsätzen herangezogen.


Weite Teile Osnabrücks liegen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in Trümmern.

1940–1949

1944   Firmengründer August Etgeton stirbt im Alter von 52 Jahren. Seine Frau Elisabeth und seine Tochter Ellinor übernehmen das Geschäft.
1945 In den letzten Kriegstagen werden die beiden Gerüstlager bei einem Bombenangriff zerstört.


Elisabeth Etgeton (m.), ihre Tochter Ellinor und deren Mann Eduard bauen den Betrieb nach Kriegsende wieder auf (1953).

1950–1959

1950–1953  Unter der Führung von Elisabeth Etgeton erlebt das Unternehmen einen wirtschaftlichen Aufschwung.
1935 Mitinhaberin Elisabeth Etgeton verstirbt. An ihrer Stelle übernimmt Schwiegersohn Eduard Piepenbrock die Leitung des Geschäfts.
1955 Eduard Piepenbrocks Sohn Hartwig tritt in das Unternehmen ein.
1956 Der Blick wird über die regionalen Grenzen hinaus gerichtet – Piepenbrock eröffnet eine Niederlassung in Rheine, die die Aufträge im gesamten Emsland koordiniert. Es folgt der Aufbau eines bundesweiten Niederlassungsnetzes.


Die Niederlassung in Essen erhält bei ihrer Gründung einen umfangreichen Fuhrpark (1959).

1960–1969

1963 In Osnabrück wird das neue Verwaltungs- und Betriebsgebäude bezogen.
1969–1978 Durch zahlreiche Akquisitionen baut das Unternehmen seine Stellung am Markt weiter aus.


1976 wird die neue Zentrale an der Hannoverschen Straße feierlich eingeweiht.

1970–1979

1971 Im Alter von 60 Jahren erliegt Eduard Piepenbrock den Folgen eines Verkehrsunfalls. Piepenbrock steigt bei den Osnabrücker Metallwerken Kampschulte (OSMEKA) ein.
1975 Das Unternehmen erwirbt 50 Prozent der Geschäftsanteile beim Reinigungschemiehersteller Planol. 1978 wird Piepenbrock Alleingesellschafter.
1977 Durch die Übernahme des Hanauer Unternehmens Walter Giese + Co. steigt Piepenbrock zum größten Gebäudereinigungsunternehmen der Bundesrepublik auf. Weitere Akquisitionen folgen.


Die Übernahme des Unternehmens Walter Giese + Co. bedeutet den Aufstieg zum größten Gebäudereinigungsunternehmen Deutschlands.

1980–1989

1981 Piepenbrock nimmt den Pyrotechnik-Hersteller Feistel in sein Portfolio auf, der im wehrtechnischen Bereich eine marktführende Stellung einnimmt.
1982 Indem Piepenbrock das Unternehmen Loesch Verpackungstechnik erwirbt, wird es auf dem Verpackungsmaschinenmarkt aktiv.
1986 Die Übernahme der Hans Stamm KG (heute Hastamat) erweitert das Portfolio im Verpackungsmaschinenbau. Weitere Akquisitionen folgen.
1988 Piepenbrock feiert sein 75-jähriges Jubiläum. Der geschäftsführende Gesellschafter ruft die Kulturstiftung Hartwig Piepenbrock ins Leben, die im zweijährigen Rhythmus den Piepenbrock Preis für Skulptur vergibt. Das Unternehmen eröffnet Dependancen in Frankreich und Luxemburg.


Verpackungsmaschine der 1980er Jahre.

1990–1999

1990 In Ostdeutschland werden 19 Joint Ventures und dreizehn eigene Niederlassungen gegründet.
Die Stelle eines Umweltbeauftragten wird geschaffen und der erste Umweltbericht der Piepenbrock Unternehmensgruppe veröffentlicht.
1991 Piepenbrock baut eine Umwelt- und Arbeitsschutzdatei auf.
1992–1994 Standorte in Polen, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich werden eröffnet.
1994–1995 Ein Managementsystem für Qualität, Arbeits- und Umweltschutz wird aufgebaut und nach DIN EN ISO 9001:1994 zertifiziert.
1996 Der Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems SCC sowie dessen Zertifizierung werden realisiert.
1997 Hartwig Piepenbrocks Sohn Olaf tritt in das Unternehmen ein.
1998 In der Sparte Maschinenbau konzentriert man sich auf die auf die erfolgreichen Marken LoeschPack und Hastamat.
Der Geschäftsbereich Sicherheit erfährt durch die Übernahme des Berliner Sicherheitsunternehmens Deutscher Schutz- und Wachdienst (DSW) eine Aufwertung.
Für das Service Center in Osnabrück wird eine Hausfibel mit Verhaltensregeln zum Umwelt- und Arbeitsschutz erstellt.
1999 Piepenbrock trennt sich bis auf die Hans Hamberger AG komplett von der Sparte Pyrotechnik. Das Auslandsgeschäft wird bis auf die Dependancen in Österreich veräußert.


In den 1990er Jahren ist Piepenbrock europaweit tätig.

2000–2009

2000 Hartwig Piepenbrocks Sohn Arnulf tritt in das Unternehmen ein.
2001 In der Führungsebene erfolgt ein Stabwechsel: Arnulf und Olaf Piepenbrock übernehmen in der vierten Generation die Verantwortung im Familienunternehmen.
2002–2010 Während die Dienstleistungsbereiche Instandhaltung und Sicherheit weiter ausgebaut werden, wird die Sparte Gerüstbau veräußert.
2003 In einem Ranking der Wirtschaftswoche wird Piepenbrock auf dem zweiten Rang der bundesweit größten arbeitsschaffenden Betreibe gelistet.
Das Unternehmen führt ein innovatives Abfalltrennsystem mit Sechsfach-Trennung für Büroabfälle im Service Center ein – die Recyclingquote liegt bei 92 Prozent.
2004 Piepenbrock wird mit dem Qualitätsmanagement-System „QM-Vita“ nach der Norm DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
2006 Die Piepenbrock Fortbildung wird als zentrale Organisation nach Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung anerkannt.
2009 Das Technologiezentrum in Osnabrück zur praxisorientierten Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern im Gebäudereinigerhandwerk wird eröffnet.


2001 übernehmen Arnulf und Olaf Piepenbrock in vierter Generation die Verantwortung für das Unternehmen.

2010–2019

2010 Das Projekt „Piepenbrock Goes Green“ läuft an. Piepenbrock übernimmt in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk Plan International Deutschland 63 Kinderpatenschaften für Mädchen und Jungen in Laos.
2011 Piepenbrock veröffentlicht als erstes Unternehmen seiner Branche einen Nachhaltigkeitsbericht.
2012 Als letztes verbliebenes Tochterunternehmen der Pyrotechnik wird die in der Schweiz ansässige Hans Hamberger AG veräußert.
2013 Piepenbrock feiert sein 100. Jubiläum. In Kooperation mit dem Kinderhilfswerk Plan International Deutschland wird das Projekt „Piepenbrock Clean Water“ ins Leben gerufen, das bis 2016 den Anschluss von acht laotischen Dörfern an eine lebensnotwendige Trinkwasserversorgung ermöglicht.
2016 Die Studie „Deutschlands beste Arbeitgeber“ des Nachrichtenmagazins Focus und des Karriere-Netzwerks Xing listet Piepenbrock bereits zum dritten Mal unter den Top-Unternehmen seiner Branchen.


Gemeinsam mit Plan international rief Piepenbrock das Projekt "Piepenbrock Clean Water" ins Leben.