Entlang der Wertschöpfungskettepdf

Die Herstellungsbedingungen von Produkten und die Ausführung von Dienstleistungen rücken immer mehr ins öffentliche Interesse. Ökologische und soziale Herausforderungen lassen sich aber nicht von einem einzelnen Unternehmen, sondern nur durch Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette lösen. Immer mehr Unternehmen fordern daher Nachweise darüber ein, dass ihre Lieferanten Umwelt- und Sozialstandards erfüllen. Ein nachhaltiges Einkaufsmanagement gewinnt stark an Bedeutung.

Ökologische und soziale Herausforderungen

Im Zusammenspiel mit seinen Lieferanten entwickelt Piepenbrock Geräte weiter, beteiligt sich an Leitlinien und bringt sich in die Diskussion um nachhaltige Gebäudezertifizierungen ein. Die Abteilung Einkauf pflegt langjährige Partnerschaften und wählt Lieferanten systematisch aus. Eine kontinuierliche Bewertung der Zulieferer stellt sicher, dass nur nachhaltige, qualitativ hochwertige Hersteller in Betracht gezogen werden. Im Rahmen des integrierten Managementsystems qualifiziert und überprüft Piepenbrock Nachunternehmer und Lieferanten. Dabei berücksichtigt der Arbeitskreis Materialwirtschaft bei Einkaufsentscheidungen neben betriebswirtschaftlichen Aspekten auch Nachhaltigkeitskriterien.

Für mehr Informationen über die Unternehmensbereiche klicken Sie hier:
Arbeitskreis Materialwirtschaft

Seit 1987 ist das Verfahren der „Qualitätsbezogenen Lieferanten- bzw. Herstellerzulassung“ fester Bestandteil im Auswahlprozess neuer Lieferanten und Produkte bei Piepenbrock. Der Arbeitskreis Materialwirtschaft gestaltet damit die Entwicklung des strategischen Einkaufs und der internen Logistik. Das Team setzt sich frühzeitig mit neuen Entwicklungen in Theorie und Praxis auseinander. Ob neue Technologien Einzug in die Praxis erhalten, basiert auf einer professionellen Einschätzung des Arbeitskreises.

Einkaufs- und Logistikfunktionen werden immer komplexer. Aspekte der Organisation und des Controllings gewinnen an Bedeutung. Fragen nach Risikomanagement, Umweltaspekten, gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften sowie nach der Finanzierungsplanung rücken in den Vordergrund. Beispiel Risikovermeidung: Der Arbeitskreis verfügt über einen bundesweiten Pandemieplan, der sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert-Koch-Instituts (RKI) orientiert. Im Falle akuter Gefahr tagt das Team regelmäßig und setzt einen dreistufigen Maßnahmenplan um, der externe Beratungsstellen einbindet.


Regelmäßige Lieferantenbefragungen

Nachhaltige Beschaffungsmaßnahmen halten Risiken klein und ermöglichen einen reibungslosen Ablauf des operativen Geschäfts. In einer regelmäßigen Lieferantenselbstauskunft überprüft Piepenbrock, inwiefern die eigenen Zulieferer aktuelle Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Ein Online-Fragebogen behandelt Themen wie Nachunternehmermanagement, Umweltziele und -maßnahmen sowie Beispiele für ökologisches und soziales Engagement. Die Fragen orientierten sich an Piepenbrocks Wertvorstellungen und Maßstäben für nachhaltiges Wirtschaften sowie an international anerkannten Konventionen wie dem Global Compact der Vereinten Nationen. Auf diese Weise prüft das Familienunternehmen, inwiefern es Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette gewährleisten kann und wie sich Risiken im Beschaffungsprozess minimieren lassen.  Zukünftig soll die Befragung auf weitere Lieferanten ausgeweitet werden.

2. Lieferantenselbstauskunft Oktober – November 2014
1. Lieferantenselbstauskunft August – September 2012


Regionales Sourcing

Hastamat bezieht den Großteil seiner Teile von regionalen Lieferanten. Für bestimmte Komponenten stellt das Unternehmen die Materialversorgung auf ein anonymes, bedarfsgesteuertes Verfahren um. Dazu werden Mengenaufträge mit den Lieferanten abgeschlossen, die unabhängig vom Volumen der Kundenaufträge sind. Aufwendige Module werden teilweise vorgefertigt, sodass sich die Lieferzeit für den Kunden deutlich verringert.


Lösungen bei LoeschPacks Lieferantentag

Am 21. Februar 2013 veranstaltete LoeschPack seinen ersten Lieferantentag mit Zulieferern von Fertigungsteilen. Insgesamt 41 Teilnehmer aus 28 Partnerunternehmen waren der Einladung gefolgt. Der Verpackungsmaschinenhersteller präsentierte sich und sein Produktportfolio und thematisierte die eigenen Erwartungen an seine Lieferanten. Auf der Agenda stand auch die ganzheitliche Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette bei Loesch. Dabei diskutierten die Teilnehmer über eine Lieferantenbewertung und daraus abzuleitende Konsequenzen. Bei den Fehlerkosten einigten sich die Teilnehmer auf einen gemeinsamen Kompromiss: Die Lieferanten beteiligen sich seit dem 1. Juli 2013 für jeden nicht von LoeschPack zu verantwortenden Fehler mit einem festen Beitrag an den Kosten. Für die Zukunft ist ein jährlicher Lieferantentag geplant.


Detaillierte Wirksamkeitsprüfung

In enger Zusammenarbeit mit der Water Clean GmbH untersuchte Planol die Wirksamkeit eines neuartigen Desinfektionsreinigers mit Natriumhypochlorit (NaOCl), das als antiseptischer Wirkstoff bekannt ist. Die Versuche zeigten, dass für einen zuverlässigen Einsatz von NaOCl die Stabilität der Inhaltsstoffe verbessert und eine ausreichende Einwirkzeit eingehalten werden müssen.