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Um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, lenkt Piepenbrock seine Aufmerksamkeit auf optimale Prozesse und effiziente Strukturen. Die Bereitschaft sich zu verändern ist notwendige Voraussetzung, um im Wettbewerb langfristig zu bestehen.

Energiemanagement

Im Jahr 2016 trat das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) in Kraft. Der Energieverbrauch in der Europäischen Union soll bis 2020 um 20 Prozent sinken. Dafür steht die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED). Nach deren Anpassung reagierte die deutsche Gesetzgebung mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G). Alle sogenannten „Nicht-KMU“ – also Betriebe, die nicht als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingestuft werden – sind seither verpflichtet, entweder ein Energieaudit nach EN 16247, ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder alternativ ein Umweltmanagementsystem nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) nachzuweisen.
Piepenbrock unterstützt seine Kunden beim Thema Energiemanagement. Ein nach ISO 50001 und EN 16247 zertifizierter Auditor bewertet zunächst unverbindlich, welches System sich für ein bestimmtes Unternehmen eignet und wo Energieeinsparungspotenziale zu finden sind. Kommst es zum späteren Audit, überprüft der Energiemanager den aktuellen Erfüllungsgrad der Vorgaben – insbesondere die zu liefernden Daten, Erhebungsanforderungen und die Vorgehensweise bei der Installation der Messausrüstungen. Liegen keine Informationen vor, kann er entweder bei der Datenaufnahme unterstützen oder die gesamte Dienstleistung übernehmen. In der Regel ergeben sich in der Analyse Maßnahmen, die einfach umzusetzen sind, sich innerhalb kurzer Zeit amortisieren und Kosten auf mittel- bis langfristige Sicht einsparen. So wirkt sich ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nicht nur positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg aus, sondern durch die Reduzierung des Energieverbrauchs auch auf die Umwelt.

Ökologische Gebäudereinigung

Die Ökologische Gebäudereinigung ist ein kostenloses Instrument zur Bewertung der Umweltfreundlichkeit der Reinigungsleistung im Kundenobjekt. Mithilfe eines Fragebogens wird diese in neun Kategorien wie Reinigungsverfahren, Reinigungschemie oder Dosiertechnik bewertet. Das Ergebnis zeigt auf, an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht. So können anschließend Ressourcen eingespart, CO2-Emissionen reduziert und die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt werden. In jeder Kategorie werden die Anforderungen an eine Ökologische Gebäudereinigung mit dem Ist-Zustand verglichen und Punkte vergeben. Je höher die Punktzahl, desto ökologischer die Reinigung im Objekt. Der Kunde kann insgesamt maximal 100 Punkte erreichen. Bei einem Wert von mehr als 67 Prozent erhält er das Siegel „Ökologische Gebäudereinigung“ – eine gravierte Baumscheibe mit einer eingelassenen Metallplakette, die je nach Punktezahl in Bronze, Silber oder Gold übergeben wird. Im Mai 2017 wurde das 100. Siegel Ökologische Gebäudereinigung vergeben.

Neue Abteilung optimiert Prozesse

Um die Effizienz interner Arbeitsabläufe zu steigern, hat Piepenbrock 2012 die Abteilung „Geschäftssteuerung und Prozesse“ geschaffen. Ein wichtiges Thema ist die Optimierung der eigenen Leistungskette. Die neue Abteilung setzt sich aus Mitarbeitern der Bereiche Controlling, Systemadministration und Prozessorganisation zusammen. Sie soll höhere Transparenz in einer Vielzahl an Leistungsprozessen ermöglichen, um optimierungsfähige Handlungsfelder zu erkennen. Außerdem begleitet sie Veränderungsprozesse, baut projektübergreifende Steuerungsmechanismen auf und bündelt Projekte, die in verschiedenen Geschäftsbereichen parallel ablaufen.

Elektronische Technologien ersetzen Papier

Die Hälfte des deutschen Papierverbrauchs geht auf Druck-, Presse- und Büroerzeugnisse zurück. Um das Aufkommen nachhaltig zu verringern, führte Piepenbrock verschiedene Maßnahmen ein. Dazu gehörte, administrative Prozesse auf digitale Technologien umzustellen und die Mitarbeiter zu sensibilisieren, ökonomischer mit ihren Ressourcen umzugehen.

  • Veränderungen der Druckeigenschaften senkten die Anzahl von Lieferscheinen und Rechnungen um 32 Prozent.
     
  • Sämtliche Bestellungen erfolgen mittlerweile ausschließlich per E-Mail.
     
  • IT-gestützte Systeme ermöglichen die zentrale Datenhaltung und Digitalisierung der Archive. So schaffte Piepenbrock Einzelplatzdrucker ab und stellte auf multifunktionale Drucker um.
     
  • Die Beschäftigten sind dazu angehalten, Dokumente doppelseitig auszudrucken und die Scan-Funktion der Hochleistungsdrucker zu nutzen, um Informationen elektronisch zu verbreiten.
     
  • Piepenbrock setzt FSC-zertifiziertes und in Europa hergestelltes Papier ein.

Immobilien nachhaltig verbessert

Die Piepenbrock Unternehmensgruppe hat in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche nachhaltige Immobilienprojekte in die Wege geleitet. Neben dem Unternehmenshauptsitz in Osnabrück wurden in Laatzen, Hanau, Berlin und Altendorf Baumaßnahmen umgesetzt.

  • Deutschlandweit werden in den unternehmenseigenen Immobilien Schritt für Schritt herkömmliche Heizungspumpen durch energiesparende Hocheffizienzpumpen ersetzt. Ihre Leistungsaufnahme wird anhand der Anforderung im Heizungsnetz dynamisch gesteuert, was eine erhebliche Energieeinsparung bewirkt.
     
  • In Osnabrück zog die Regionalgeschäftsführung Nord 2012 in ein neues Gebäude um. Unter anderem wurden die alten, nicht thermisch gedämmten Aluminiumfenster gegen moderne Kunststofffenster mit Dreifachverglasung ausgetauscht. Die Decke wurde nachträglich gedämmt, um den Transmissionswärmeverlust deutlich zu verringern.
     
  • Im Erd- sowie im ersten Obergeschoss des Service Centers bewirkte der Austausch von 50-Watt-Halogenstrahlern gegen LED-Leuchtmittel (5,5 Watt) eine Energieeinsparung von etwa 40 000 Kilowattstunden pro Jahr.
     
  • Nachdem bereits in den vergangenen Jahren Fassade und Fenster des Niederlassungsgebäudes in Laatzen erneuert worden waren, folgte 2012 die Modernisierung der Heizungstechnik. Der vorhandene Ölkessel wurde durch ein Gasbrennwertgerät ersetzt, wodurch etwa 30 Prozent der Energie eingespart wird.
     
  • Bei Planol in Hanau wurde im Zuge von vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen die Beleuchtung im Lagerbereich erneuert. Sämtliche Lampen wurden mit modernen elektronischen Vorschaltgeräten ausgestattet.
     
  • In Berlin wurde der Energieverbrauch gesenkt, indem vorhandene Heizungsleitungen nachträglich gedämmt wurden.
     
  • Gleich zwei Neubauten errichtete Loesch Verpackungstechnik. Beide erfüllen die Anforderungen der gültigen Energieeinsparverordnung. Der Bau einer Sägerei wurde bereits im März 2013 abgeschlossen. Es folgte die Errichtung eines dreigeschossigen Gebäudes mit Technikum, Kantine und Büroräumen. Neben einer Dreifachverglasung wurde eine Luftwärmepumpe installiert.